Schadenersatzrecht

Das Schadenersatzrecht regelt, in welchen Fällen ein Geschädigter von einem anderen Schadenersatz verlangen kann und spielt in der Praxis eine wichtige Rolle. Am häufigsten entstehen Schadenersatzansprüche bei Unfällen. Ansprüche auf Schadenersatz können aber auch bei Reisemängeln (zB entgangene Urlaubsfreude), bei Beratungsfehlern, oder bei Behandlungsfehlern durch Ärzte entstehen. Wir stehen Ihnen sowohl bei der Durchsetzung als auch bei der Abwehr von Schadenersatzansprüchen, insbesondere im Sport- und Schirecht und im Patienten- und Arzthaftpflichtrecht rechtlich zur Seite.

Schiunfall und sonstige Sportunfälle

Jedes Jahr verunglücken auf Österreichs Schipisten tausende Schifahrer und Snowboarder. Häufig sind Schiunfälle auf eigenes Fehlverhalten zurückzuführen.
Was aber ist, wenn Sie mit einem anderen Schifahrer zusammenstoßen und dadurch verletzt werden oder Sie aufgrund der mangelhaften Präparierung der Schipiste zu Sturz kommen?

Kollision zwischen Schifahrern

Im Falle einer Kollision mit einem anderen Schifahrer, bei der Sie sich verletzen, können Sie vom Unfallgegner Schadenersatz verlangen, wenn dieser den Zusammenstoß rechtswidrig und schuldhaft verursacht hat. Voraussetzung dafür ist, dass Sie wissen, mit wem Sie zusammengestoßen sind. Daher ist es wichtig, sich wenn möglich sofort Name und Adresse des Unfallgegners geben zu lassen und sich auch Namen und Adresse von allfälligen Zeugen zu notieren. Oft genug kommt es vor, dass der Unfallgegner den Unfallhergang in einem späteren Prozess anders schildert als Sie und nur aufgrund der Aussage eines Zeugen festgestellt werden kann, wie sich der Unfall tatsächlich abgespielt hat. Verständigen Sie auf jeden Fall auch die Polizei, wenn Sie bei einem Zusammenstoß verletzt werden, und machen Sie Fotos von der Unfallstelle.

Schifahren

Die Verhaltensweisen von Schifahrern untereinander richten sich nach den allgemeinen Regeln des Schadenersatzrechts. Als Beurteilungsmaßstab für den von Schifahrern und Snowboardern zu berücksichtigenden Sorgfaltsmaßstab werden die FIS-Regeln und der Pistenordnungsentwurf des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit herangezogen. Die Kenntnis dieser beim Schifahren zu beachtenden Sorgfaltsgrundsätze wird vorausgesetzt. In vielen Fällen wird nicht ein Schifahrer allein den Schiunfall verschuldet haben, sondern kommt es zu einer Verschuldensteilung, was den eigenen Schadenersatzanspruch entsprechend mindert. Gerade bei Schipisten, die von vielen Schifahrern frequentiert werden, kommt es leicht zu Zusammenstößen, bei welchen beide Schifahrer zu spät reagiert haben.

Tipp

Tipp

Beachten Sie auch, dass Sie für den Fall, dass Sie den Zusammenstoß mitverschuldet haben und sich der andere Schifahrer verletzt hat, selbst schadenersatzpflichtig werden können. Bei schweren Verletzungen des Unfallgegners kann dies Existenz bedrohende Ausmaße annehmen. Ich empfehle Ihnen daher den Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung.

Schiunfall aufgrund mangelhafter Piste

Wenn Sie hingegen aufgrund der mangelhaften Präparierung einer Schipiste zu Sturz gekommen sind, haftet Ihnen der Pistenerhalter. Das ist in der Regel der Liftbetreiber, mit welchem Sie durch den Kauf der Liftkarte ein Vertragsverhältnis eingegangen sind. Der Umstand, dass der Pistenerhalter aus Vertrag haftet, ist für Sie günstiger, da der Pistenerhalter zB beweisen muss, dass ihn an der Vertragsverletzung kein Verschulden trifft, während Sie bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Schifahrer dessen Verschulden beweisen müssen. Wir unterstützen Sie bei der Geltendmachung Ihrer Schadenersatzsprüche (Schmerzengeld, Heilungskosten usw.) und bei der Abwehr von Ansprüchen Dritter und zwar nicht nur bei Schi- und Snowboardunfällen sondern auch bei allen sonstigen Sportunfällen wie zB beim Rodeln, Radfahren und Eislaufen.

Verkehrsunfall

Bei Verkehrsunfällen mache ich Ihre Ansprüche gegenüber dem Unfallgegner und dessen Haftpflichtversicherung geltend. Oft gelingt es schon außergerichtlich, eine Einigung zu erzielen. In diesem Fall übernimmt die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners die Rechtsanwaltskosten. Kommt es zu keiner außergerichtlichen Einigung, führe ich für Sie das Verfahren vor den österreichischen Gerichten. Falls Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, werden die Kosten im Falle der Kostendeckung von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen, vorausgesetzt der Unfallgegner hat nicht aufgrund des Prozessverlustes ohnehin die Prozesskosten zu bezahlen. Weiters vertrete ich Sie bei Verkehrsunfällen auch in Verwaltungsstrafverfahren, in Führerscheinentzugsverfahren und Strafverfahren.

Verkehr

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